Historie

Auto Steinbacher seit 1946

Eigentlich beginnt die Geschichte des Autohauses der Brüder Josef und Rudolf Steinbacher nicht erst im Jahr 1946, sondern bereits vor dem Krieg, in der zweiten Hälfte der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, und das auch nicht mit Autos, sondern dem Handel und Verleih von Motorrädern.

Die zündende Idee dazu kam von Josef, dem jüngeren der beiden Brüder, nachdem er unmittelbar nach der Handelsschule, beim damaligen  „Spezialhaus für Motorräder“ der Firma Ernst Frey am Wiener Rennweg Nr. 86, als sog. „Verkaufsbeamter“ eingetreten ist.

Kurz entschlossen wurde eine „Souterrain-Garage“ in der Schelleingasse, im 4. Wiener Gemeindebezirk gemietet und das Geschäft mit dem Handel und Verleih von Motorrädern entwickelte sich sehr gut, bis durch den Zweiten Weltkrieg das abrupte Aus kam.

Josef Steinbacher

Josef Steinbacher

Josef und Rudolf Steinbacher

Josef Steinbacher im DKW Front-Typ FA 600 Roadster

Unmittelbar nach dem Krieg, in den Wirren der Nachkriegszeit wurden die Geschäfte mit dem Handel von nunmehr auch Autos, hauptsächlich aus ehemaligen Wehrmachtsbeständen und natürlich auch Motorrädern wieder aufgenommen. 1948 übersiedelte man an den Standort Favoritenstraße 69 im 10. Wiener Gemeindebezirk und der existiert, knapp 70 Jahre später immer noch.

Wien 10., Favoritenstraße 69

Vater Rudolf mit Franz

Wien 10., Favoritenstraße 69

Junior Franz 1963, auf dem hauseigenen Peugeot „Quadrilette“ aus dem Jahr 1922

Kurier-Artikel 27.März 1965

Dank neu hinzugekommener Opel-Vertretung und florierendem Gebrauchtwagenhandel und Import aus Deutschland entwickelte sich der Handel mit den PKW´s überaus erfolgreich und bereits 2 Jahre später, wurde am Wiener Südtirolerplatz eine eigene „Gebrauchtwagenschau“ eröffnet.

 

Gebrauchtwagenschau am Wiener Südtirolerplatz

Das Geschäft lief prächtig und durch die alte Motorrad-Freundschaft mit dem mittlerweile
in Turin lebenden und bei Cisitalia in der Rennabteilung wirkenden, nunmehr
„Carlo Abarth“ wurde 1952 ein Vertrag als Generalimporteur für die junge Sportwagenmarke
Cisitalia abgeschlossen.

Georg Geyer und Franz Steinbacher mit Cisitalia 202 Gran Sport Coupé bei der Mille Miglia 2012

Josef Steinbacher siegt 1952 auf Cisitalia beim Sandbahn-Rennen in der
Wiener Krieau und 1953 beim Bahnrennen in Baden.

Mitte der 50er Jahre wird gemeinsam mit dem Kollegen Kurz Pelzl ein neuer Opel-Autosalon am Wiener Rathausplatz eröffnet …

Wien 1, Rathausplatz

Wien 1, Rathausplatz

Ab 1955 ist man Generalimporteur der jungen Sportwagenmarke Abarth und darüber hinaus erfolgreich als Opel-Händler unterwegs.

1959 werden dann erstmals über 400 neue Opel verkauft.
In der zweiten Hälfte der 50er Jahre wird auch der Standort in der Wiener Walfischgasse 13 erworben und zu einem Autosalon umgebaut.

SV Büro Steinbacher

Ab Anfang der 60er Jahre werden statt Opel jetzt Peugeot und Alfa Romeo Neuwagen verkauft und die italienischen Sportwagen-Nobelmarke Maserati kommt als Generalimporteur dazu.

v.li. n.n. Josef Steinbacher mit Carlo Abarth im Fachgespräch

Anfang 1969 wird unter der Leitung von Junior-Chef Franz Steinbacher ein Reifenbetrieb mit einer Pirelli-Vertretung am Standort 1050 Wien, Leitgebgasse 11 eröffnet …

… der 1972 nach 1160 Wien, Hasnerstraße 78 übersiedelt, und dort zu einem KFZ-Werkstättenbetrieb ausgebaut wird. Knapp 2 Jahre später wird eine Datsun (später Nissan) Vertretung mit Verkauf, Service und Ersatzteilhandel übernommen. Dieser Standort wird bis Mitte 2001 betrieben.

Steinbacher Auktionen

Ab Mitte der 80iger Jahre wenden sich die Steinbacher´s mit ihren Aktivitäten verstärkt in Richtung Oldtimer und klassische Fahrzeuge. Anfang der 90iger Jahre besitzt das Autohaus-Steinbacher eine Konzession für Versteigerungen von Fahrzeugen und agiert in den kommenden zwei Jahrzehnten in Österreich als Vorreiter und Trendsetter bei Oldtimer-Auktionen.

Franz Steinbacher mit Gerhard Berger

Nach Schließung und dem Verkauf der Immobilie wird die Firma Auto-Steinbacher an den ursprünglichen alten Standort, in die Favoritenstraße 69 rückübersiedelt. Alle anderen Geschäftsaktivitäten einschl. dem KFZ-Sachverständigen-Büro werden an den neu errichteten und seit über 100 Jahren im Familienbesitz befindlichen Standort in 2120 Wolkersdorf im Weinviertel, Kaiser Josef Straße 45 übersiedelt.

Steinbacher im Motorsport

Josef Steinbacher (1916 - 1989)

Was vor dem Krieg als eher einfache Motorrad-Wertungsfahrt begann, wurde dann ab den 50er Jahren bei den unterschiedlichsten Motorsport-Veranstaltungen, konsequent als Werbeinstrument für das rasch wachsende Autohaus Steinbacher betrieben. Natürlich durfte dabei der „Spaßfaktor“ nicht zu kurz kommen.

Frühjahrswertungsfahrt/Arbö-Wien,11.5.1952, auf M.G. TD

Steinbacher siegt auf Porsche 356A-1300 S Coupé, „Wiener Höhenstraßenrennen 1955“

Korneuburger-Rennen 6.4.1952/ÖMRV auf M.G TD

“Straßenrennen St.Pölten 3.4.1955“ auf Porsche 356A-1300 S Coupé

Straßenrennen Korneuburg, 6.4.1952 auf M.G. TD

2. Platz „Straßenrennen St.Pölten 3.4.1955“ auf Porsche 356A-1300 S Coupé

Steinbacher siegt auf Cisitalia 202 SC-Cabriolet/Sandbahnrennen Wien-Kriau

Steinbacher Sieger auf Cisitalia 204 Spyder Sport

Steinbacher fährt Tagesbestzeit „Kirchberg 1953“ auf Cisitalia 202 SC-Cabriolet

“Großer Bäderpreis“von Österreich, 1955 auf Porsche 356A-1300 S Coupé

Steinbacher fährt Tagesbestzeit „St.Aegyd 1953“ auf Cisitalia 202 SC-Cabriolet

“Flugplatzrennen Aspern“ 1958 auf Alfa Romeo Giulietta Sprint Veloce

Steinbacher siegt auf Fiat 1900 „Straßenrennen Baden 1953“

Steinbacher siegt auf Fiat-Abarth 1000 GT Bialbero bei der „Eisenstädter Bergwertung 1961“

“Seiberer-Bergwertung 1.6.1958“ auf Alfa Romeo Giulietta Sprint Veloce

Steinbacher fährt den neuen Fiat-Abarth 1000 GT Bialbero beim „Flugplatzrennen Aspern 1961“ auf den 2. Platz.

Komm. Rat Franz R. Steinbacher, Jahrgang 1944

Jahrgang 1944, war von Herbst 1962 bis 1968 (mit einer Unterbrechung 1965 zwecks Ableistung des Militärdienstes) bei der Firma Abarth & Co. am Turiner Corso Marche 38, als Renn-Mechaniker beschäftigt.
Dank der Freundschaft von Vater Rudolf und Onkel Josef mit Karl Abarth, die noch aus der Wiener Motorradzeit der 30er Jahre und dem späteren Generalimport von zunächst Cisitalia und später Abarth-Automobilen, unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg bis einschließlich 1971 stammte, wurde Franz Steinbacher in dieses spannende Szenario, praktisch hineingeboren.

Abarth Race-Days 2008, Walter Zipser, Franz Steinbacher

Europa-Bergmeisterschaft 1963 - v.li.n.re.Carlo Abarth, Giampiero Biscaldi, Hans Herrmann und Franz Steinbacher

Auf persönliche Wunsch von Signor Abarth, durchlief Franz Steinbacher, vor allem während der rennlosen Wintermonate, angefangen vom Motoren- und Getriebebau, bis hin zum Leistungsprüfstand, so ziemlich alle Spezial-Abteilungen der Turiner Edelschmiede. Während der Jahre in der Rennabteilung, gerne auch die goldenen Sechzigerjahre genannt, wurden bei Abarth insgesamt 5 Weltrekorde, 113 internationale Rekorde, 6 Gran Turismo WM-Titel, 3 europ. Tourenwagen-Titel, 2 Europa-Bergmeisterschaften und jede Menge nationale Meistertitel errungen.

v.li.n.re. Alberto Guerato,Enzo Osella,Alfonso Tirozzi und Franz Steinbacher.

Heute betreibt Franz Steinbacher, gemeinsam mit seiner Frau Riki, einer ehemaligen Castrol Werbe- und Presse-Lady ein Sachverständigen-Büro in Wien und Wolkersdorf im Weinviertel, mit Spezialisierung auf den nationalen und internationalen Oldtimerbereich und, wie könnte es bei dieser Vergangenheit auch anders sein, mit einem großen Fokus auf die Rennsportwagen der Nachkriegszeit.

Seit über 25 Jahren publiziert Franz Steinbacher auch regelmäßig in einschlägigen Motor-Magazinen zum Thema “Beurteilung und Bewertung von historischen Fahrzeugen”.

Vom Automobil- und Motorsport-Virus von Kind an infisziert, gab es nicht viel zu überlegen, als Carlo Abarth, PS-Zauberer aus Turin und Freund der Familie seit den 30er Jahren, im Herbst 1962 den jungen Franz einlädt, als Volonteur in sein Werk zu kommen. Franz übersiedelt im Oktober nach Turin und wechselt dann ab der Rennsaison 1963 in die Rennabteilung der Squadra Abarth, und aus den paar Monaten werden schlußendlich, knapp 6 Jahre…

Dobratsch Bergrennen 1966

„Abarth-Festspiele“ anlässlich des großen Preises in Wien-Aspern (li.Carlo Abarth – re.Dir.Willy Löwinger)

Sestriere Winter 1963

Avus-Berlin 1963 v.li.n.re. Tirozzi, Arena, Ickx, Pilette, Steinbacher

Franz Steinbacher mit Vincenzo Arena

v.li.n.re. Dr. Avidano, Ing. Tomaini, F.Steinbacher, Tommy Spychinger im Fiat-Abarth 1000 Sport Spider

Trieste-Opicina 1967

Abarth Race-Days 2008

Franz Steinbacher am „Heck“ von Peter Shetty´s Abarth 2000

v.li.n.re. n.n., Mario Colucci, Anneliese Abarth, Hans Ortner, Franz Steinbacher,n.n.

F. Steinbacher mit Rennlegende Hans Herrmann 2014 in Wien

Turin 2012, 50 Jahre Franz Steinbacher bei Abarth.

v.li.n.re. Sergio Seccatore (Abarth-Historiker), Dr. Renzo Avidano (legendärer Rennleiter der Abarth Corse), und Franz Steinbacher.

Im Februar 2016 kehrt Franz Steinbacher als „Consigliere“ für ABARTH-Classiche, nach rd. 50 Jahren, zumindest teilweise wieder nach Turin zurück.

Zurück in Österreich, geht das Interesse immer stärker in Richtung Oldtimer und Klassiker. Zunächst ins Reparieren und Restaurieren und mit dem Beginn der großen Oldtimer-Rallyes in Österreich, ist der Franz gleich bei der aller ersten Ennstal-Classic 1993, in mehreren Funktionen gleichzeitig tätig. Er übernimmt für die Freunde Zwickl/Glöckner die technische Fahrzeug-Abnahme und fungiert gleichzeitig als Kommentator und präsentiert dem interessierten Publikum die Fahrzeuge am Start.

Ennstal-Classic mit Susi und Sir Stirling Moss

.   Ennstal-Racecar Trophy mit Walter Röhrl. 

Ennstal-Botschafter Ex-Formel-1 Pilot Mark Webber mit Riki und Franz Steinbacher

re. Helmutz Zwickl

Dank Oldtimerfreund und Haubenkoch Hasi Unterberger übernimmt Franz für viele Jahre die technische Fahrzeug-Abnahme bei der Kitzbühler Alpenrallye und diese Aufgabe übernimmt er auch für Freund Dr. Hasi Haselwander bei der „Südsteiermark-Classic“ von Beginn an bis heute.

v.li.n.re.KR Bartenstein, Alpenrallye-Präsident und Spitzen-Gastronom Hasi Unterberger, die beiden Starköche Eckart Witzigmann mit TV-Koch Alfons Schubeck und Alpenrallye-Ehrenpräsident Hans Joachim Stuck

Technische Abnahme „Kitzbüheler Alpenrallye“

"Komissarin“ Katarina Jocob mit Riki und Franz Steinbacher

v.re.n.li.Dr.Hasi Haselwander, Ulli Haselwander SSC und Franz Steinbacher

Peter Kraus + Franz Steinbacher bei der SSC

In die 90er Jahre fällt auch die verstärkte Rückkehr in Sachen Oldtimer und Motorsport nach Italien und um die Jahrtausend-Wende wird Franz, als bislang einziger Österreicher für seine Verdienste in den Jahren bei Carlo Abarth, in den EXKLUSIVEN CLUB MILLE MIGLIA / Franco Mazzotti aufgenommen.

v.li.n.re. Conte Marzotto, P.E. Strähle, H. Linge und F.Steinbacher

Contessa Maggi verleiht 1999 Franz Steinbacherdie Mitgliedschaft in den Club Mille Miglia

Präsidium des Club Mille Miglia mit Franz Steinbacher

Mille Miglia 1992 v.li.n.re. Peter Wiesner, Joschi Borka, Franz Steinbacher und Herbert Nossek bei einer kurze Rast in Maranello

Mille Miglia 1992 mit Walter Röhrl, Herbert Nossek und Franz Steinbacher

Conte Marzotto mit Riki und Franz Steinbacher

Mittlerweile wurden von 2007 bis 2015 – 8 Mille Miglia-Starts auf Alfa Romeo, Cisitalia, Siata und Lancia absolviert. Für 2016 laufen gerade die Startvorbereitungen auf einem Siata Fiat 508 Balilla auf Hochtouren.

2007, 2008, 2009 - Georg Geyer und Franz Steinbacher auf Alfa Romeo 1900 C Super Sprint Touring

2011, 2012, 2013 – Georg Geyer und Franz Steinbacher auf Cisitalia 202 SC Coupé Pininfarina

2014 Hannes Zieser und Franz Steinbacher auf Siata Daina Gran Sport

2015 Georg Geyer und Franz Steinbacher auf Lancia Appia G.T.E. Zagato

2016 Norbert Abel und Franz Steinbacher auf Siata Fiat 508 Balilla in Vorbereitung …

Seit Mitte der 80iger Jahre startet Komm. Rat Franz R. Steinbacher auch regelmäßig bei nationalen und internationalen Oldtimer-Rallyes …

Die Tätigkeit als KFZ-Sachverständiger hat in der Familie Steinbacher eine lange Tradition, bereits Anfang der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wird Josef Steinbacher zum 

„amtlichen und ständig gerichtlich beeideten Sachverständigen und Schätzmeister für die Kraftfahrzeugindustrie und den Automobilbau“ 

vereidigt, und diese Tätigkeit übte er bis zu seinem Tod, im Jahr 1989, aus.

... einst

... jetzt

Der Auto Avio 815, aus 1940 war das erste bei Ferrari konstruierte Fahrzeug.

Alfa Romeo 8C 2300 Spider, Siegerwagen der Mille Miglia 1933.

2002 engagiert die deutsche DEKRA, Europas größte Prüf- und Gutachtens-Organisation im automotiven Bereich, KR Franz R. Steinbacher für den Aufbau einer österreichischen Niederlassung.

Dr. Roland Krause, DEKRA Int., Franz Steinbacher, Grete Laska

2006 beginnt die Zusammenarbeit mit dem Technischen Museum, die letztendlich in der Ideengebung und Umsetzung der mit über 120.000 Besuchern in knapp 4 Monaten bedeutendsten österr.Oldtimerausstellung „ Chromjuwelen. Autos mit Geschichte“ mündet. (Fotos von Bernhard Angerer)

Ende 2010 übersiedelt das SV-Büro Steinbacher in die neu errichtete Prüfhalle an den Standort 2120 Wolkersdorf im Weinviertel, Kaiser Josef Straß 45.

Über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Oldtimer-Gutachten und Wertermittlung

Kommerzialrat Franz R. Steinbacher

Kaiser Josef Straße 45
2120 Wolkersdorf

Tel. +43-2245-24465
Mobil: 0664/206 82 20
Fax. +43-2245-24465-DW 4

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